Kirby (Computerspielreihe): Reise durchs Kirby-Universum

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A pink, round Kirby with star rod, floating above Dream Land, vibrant and playful. - Symbolbild für Kirby (Computerspielreihe) erzeugt mit KI.

Eine rosa Kugel erobert die Welt: Deine Reise durch Kirbys Universum

Willkommen in der kunterbunten Welt von Kirby! Hast du dich jemals gefragt, wie ein kleiner, rosafarbener Ball zu einer der bekanntesten Figuren von Nintendo werden konnte? Begleite uns auf eine faszinierende Reise durch die Geschichte, die Spiele und die einzigartigen Fähigkeiten von Kirby (jap. 星のカービィ Hoshi no Kābī), dem „Kirby von den Sternen“. Entwickelt vom talentierten Team bei HAL Laboratory, einem Partnerstudio von Nintendo, hat sich Kirby vor allem in Japan, aber auch weltweit, einen festen Platz in den Herzen der Spieler erobert. Diese liebenswerte Figur taucht exklusiv auf Nintendo-Konsolen auf und hat sogar den Sprung in Manga- und Animeserien geschafft. Schnall dich an, denn wir tauchen tief ein in das Traumland und darüber hinaus!

Wer ist dieser Kirby eigentlich?

Stell dir einen kleinen, fast perfekt runden Bewohner des Planeten Pop Star vor. Freundlich, mutig und – zumindest meistens – strahlend rosa. Das ist Kirby! Aber lass dich von seinem niedlichen Äußeren nicht täuschen. Kirby ist ein wahrer Verwandlungskünstler mit einer unglaublichen Körperelastizität. Seine wohl markanteste Fähigkeit ist legendär: Er kann Gegner und Gegenstände einfach einsaugen! Doch das ist nicht alles. Was passiert, wenn er einen Feind verschluckt? Oftmals kopiert er dessen spezielle Fähigkeiten! Ein Funken sprühender Gegner? Kirby wird zum Feuerspucker! Ein Schwertkämpfer? Kirby schwingt selbst die Klinge! Diese Copy-Fähigkeiten sind das Herzstück vieler seiner Abenteuer.

Aber Kirby hat noch mehr Tricks auf Lager. Braucht er mal eine Pause vom Laufen und Springen? Kein Problem! Er saugt einfach Luft ein, bläht sich auf wie ein Ballon und schwebt gemütlich durch die Lüfte. Die dabei ausgestoßene Luft kann er sogar als Projektil gegen schwächere Feinde einsetzen. Ziemlich clever, oder? Manchmal verwandelt er sich auch komplett, etwa in einen schweren Steinblock, um Hindernisse zu zertrümmern, oder nimmt in speziellen Spielen ganz andere Formen an, wie in Kirby’s Pinball Land, wo er zur Flipperkugel wird.

Die Geburt einer Legende: Wie Kirby entstand

Hinter jeder großen Figur steckt ein kreativer Kopf. Im Fall von Kirby ist das Masahiro Sakurai, der Kirby im erstaunlich jungen Alter von nur 19 Jahren erschuf. Doch die Geschichte hätte ganz anders verlaufen können! Ursprünglich war die rosa Kugel gar nicht als endgültiger Held geplant. Als HAL Laboratory den Auftrag für ein neues Game Boy-Spiel erhielt, brauchten sie einen Platzhalter für den eigentlichen Protagonisten. Dieser Platzhalter, damals noch „Popopo“ (ポポポ) genannt, war im Grunde der Kirby, den wir heute kennen.

Was geschah dann? Nun, Popopo gewann die Herzen der Entwickler im Sturm! Seine einfache, aber sympathische Form überzeugte so sehr, dass man beschloss, ihn zum Star des Spiels zu machen. Der Name wurde später in „Kirby“ geändert – eine Hommage an den Anwalt John Kirby, der Nintendo erfolgreich in einem Rechtsstreit in den USA vertreten hatte. Ein Name mit Geschichte!

Rosa, Weiß oder Gelb? Das Farbdilemma

Eine der kuriosesten Anekdoten rankt sich um Kirbys Farbe. Da der ursprüngliche Game Boy nur monochrome Darstellungen ermöglichte, erschien Kirby in seinem ersten Abenteuer, Kirby’s Dream Land, im Westen schlicht weiß auf dem Cover und sogar in der TV-Werbung. Masahiro Sakurai hatte ihn sich jedoch von Anfang an rosa vorgestellt. Shigeru Miyamoto, eine weitere Nintendo-Legende, dachte bei der ersten Begegnung eher an Gelb, ähnlich wie Pac-Man. Diese unterschiedlichen Vorstellungen führten zu einiger Verwirrung, besonders bei Nintendo of America. Letztendlich setzte sich Sakurais Vision durch: Kirby ist und bleibt rosa. In Japan war er übrigens von Anfang an auf dem Cover von Hoshi no Kirby (so der japanische Titel von Kirby’s Dream Land) rosa abgebildet. Schon gewusst? Diese anfängliche Unklarheit sorgt bis heute für Gesprächsstoff unter Fans.

Ein wichtiges Ziel bei der Entwicklung von Kirby’s Dream Land war es, ein Spiel zu schaffen, das auch für Anfänger leicht zugänglich ist. Diese Philosophie wurde in fast allen nachfolgenden Kirby-Spielen beibehalten, was die Reihe besonders einsteigerfreundlich macht.

Masahiro Sakurai blieb der Serie als Director für mehrere Schlüsselspiele treu, darunter Kirby’s Adventure, Kirby’s Fun Pak und Kirby Air Ride. Auch Satoru Iwata, der spätere CEO von Nintendo (2002-2015), war während seiner Zeit bei HAL Laboratory als Producer maßgeblich an der Entwicklung der Kirby-Spiele beteiligt.

Die Hauptreihe: Kirbys Jump-’n’-Run-Abenteuer

Die Kernidentität von Kirby wurde hauptsächlich durch die Jump-’n’-Run-Spiele geprägt. In Japan erkennt man diese Spiele leicht am Titel, denn sie beginnen immer mit „Hoshi no Kirby“ (星のカービィ), was „Kirby der Sterne“ bedeutet. Lass uns einen Blick auf die Meilensteine dieser Reihe werfen.

Kirby’s Dream Land (Game Boy, 1992)

Alles begann hier! In seinem Debütspiel muss Kirby die gestohlenen Nahrungsvorräte und die wichtigen Glitzersterne seines Heimatplaneten Pop Star vom selbsternannten König Dedede zurückholen. Schon hier zeigt Kirby seine Grundfähigkeiten: Einsaugen, Ausspucken und Fliegen. Die ikonische Fähigkeit, Gegnerkräfte zu kopieren, fehlte hier allerdings noch. Stattdessen gab es Power-Ups wie den „scharfen Teller“, der ihm kurzzeitig erlaubte, Feuer zu spucken. Das Spielprinzip war einfach, aber fesselnd: Gegner einsaugen und auf andere schleudern, Hindernisse überwinden und am Ende jeder Stufe einen Boss besiegen. Warpsterne ermöglichten schnelle Reisen zwischen Abschnitten. Ein besonderes Feature war der höhere Schwierigkeitsgrad nach dem ersten Durchspielen. Mit über 5,1 Millionen verkauften Einheiten war Kirby’s Dream Land ein riesiger Erfolg und legte den Grundstein für alles Kommende.

Kirby’s Adventure (NES, 1993)

Nur ein Jahr später folgte Kirbys erster und einziger Auftritt auf dem Nintendo Entertainment System (NES). Kirby’s Adventure war ein technisches Meisterwerk für die alternde Konsole, bot sogar deutsche Bildschirmtexte und eine Speicherfunktion! Die Mission diesmal: Das zerbrochene Sternenzepter wieder zusammensetzen, das normalerweise über dem Traumbrunnen thront und für süße Träume sorgt. König Dedede hatte es zerbrochen und die Teile an seine Untergebenen verteilt.

Die große Neuerung: Hier konnte Kirby erstmals die Fähigkeiten von Gegnern kopieren! Mit über zwanzig verschiedenen Fähigkeiten eröffnete dies völlig neue strategische Möglichkeiten. Kirby konnte nun auch rennen und einen Rutschangriff ausführen. Minispiele sorgten für zusätzliche Abwechslung, und ein mysteriöser neuer Charakter trat auf den Plan: der maskierte Schwertkämpfer Sir Meta Knight. Trotz des nahenden Endes der NES-Ära verkaufte sich das Spiel über 1,7 Millionen Mal und wurde später für die Wii Virtual Console und als überarbeitete 3D-Version für den 3DS eShop neu aufgelegt.

Kirby’s Dream Land 2 (Game Boy, 1995)

Zurück auf dem Game Boy! In Kirby’s Dream Land 2 verschwinden die Regenbogenbrücken zwischen den Regenbogeninseln. Kirby muss die Regenbogentropfen finden, um sie wiederherzustellen. Schnell stellt sich heraus, dass nicht König Dedede, sondern eine finstere Macht namens Dark Matter dahintersteckt. Unter der Leitung von Director Shinichi Shimomura (der schon bei Kirby’s Adventure mitwirkte) orientierte sich das Spiel spielerisch eher am Vorgänger, allerdings ohne Sprint und Rutschattacke, dafür mit sieben Kopierfähigkeiten.

Die bahnbrechende Neuerung waren die Tierfreunde: Rick (Hamster), Coo (Eule) und Kine (Fisch). Kirby konnte sich mit einem von ihnen zusammentun und von ihren spezifischen Stärken profitieren: Rick war agil an Land, Coo meisterte die Lüfte auch bei starkem Wind, und Kine war der König im Wasser. Das Besondere: Kirbys Kopierfähigkeiten veränderten sich je nach aktivem Freund! Mit der Elektro-Fähigkeit erzeugte Kirby allein einen Schutzschild, mit Coo zusammen schoss er einen mächtigen Elektrostrahl nach unten. Diese Dynamik brachte enorme Vielfalt ins Spiel. Mit über 2,3 Millionen verkauften Exemplaren war auch dieser Teil ein großer Erfolg.

Kirby’s Fun Pak (SNES, 1996)

Endlich auf dem Super Nintendo! In Europa als Kirby’s Fun Pak bekannt (in den USA als Kirby Super Star), gilt dieses Spiel bis heute als einer der beliebtesten Teile der Serie. Es griff viele Elemente aus Kirby’s Adventure auf, erweiterte sie aber erheblich. Die Kopierfähigkeiten waren vielfältiger und hatten nun deutlich mehr Angriffsvarianten. Kirby erhielt zudem erstmals charakteristische Kopfbedeckungen passend zur Fähigkeit (z.B. eine Narrenkappe). Die Fähigkeit „Flügel“ erlaubte nicht nur das Werfen von Federn, sondern auch einen schnellen Sturzflug.

Ein weiteres Highlight war der Zweispielermodus. Spieler 1 steuerte Kirby, der aus einer vorhandenen Fähigkeit einen Helfer erschaffen konnte (ein andersfarbiger Gegner mit derselben Fähigkeit), der von Spieler 2 gesteuert wurde. Das Spiel war ungewöhnlich strukturiert: Es bot sechs Hauptspiele (plus freischaltbare Extras) mit jeweils eigener Handlung, eigenem Intro und Abspann. Die Formate reichten von linearen Level-Abenteuern bis hin zu einer offenen Labyrinth-Welt voller Schätze. Mit seiner detaillierten Grafik und dem hohen Textanteil prägte Kirby’s Fun Pak das Erscheinungsbild zukünftiger 2D-Kirby-Spiele maßgeblich.

Kirby’s Dream Land 3 (SNES, 1997)

Noch ein SNES-Abenteuer, das sich stilistisch stark an Kirby’s Dream Land 2 orientierte. Shinichi Shimomura führte erneut Regie, während Masahiro Sakurai nicht direkt beteiligt war. Da die Nintendo 64 bereits auf dem Markt war, erschien dieses Spiel in Europa nicht mehr, fand aber seinen Weg in die USA. Wieder war Dark Matter der Antagonist, der König Dedede und andere Bewohner von Pop Star kontrollierte. Diesmal war der Feind aber schon im Vorspann sichtbar.

Das Kern-Gameplay blieb klassisch: Levels abschließen, Bosse besiegen. Es gab acht Spezialfähigkeiten und nun insgesamt sechs Tierfreunde – neu hinzu kamen Nago (Katze), Chuchu (Oktopus) und Pitch (Vogel). Jede Fähigkeits-Freund-Kombination bot einzigartige Angriffe. Der Zweispielermodus wurde leicht abgewandelt: Spieler 2 steuerte die eigenständige Figur Gooey, einen freundlichen Blob aus Dark Matter. Neu war auch, dass es in jedem Level eine spezielle Aufgabe von einem Charakter gab.

Kirby 64: The Crystal Shards (N64, 2000)

Kirbys erster und einziger Auftritt auf dem Nintendo 64! Unter der Leitung von Shinichi Shimomura wagte die Serie den Sprung in die dritte Dimension – zumindest optisch. Die Umgebungen waren in 3D gerendert, aber Kirby bewegte sich weiterhin auf festen 2D-Pfaden. Die Story: Dark Matter greift den Feen-Planeten Ripple Star an. Die Fee Ribbon flieht mit dem heiligen Kristall, doch dieser zerbricht, und die Splitter verteilen sich auf verschiedenen Planeten, darunter Pop Star.

Kirby muss die Kristallsplitter wiederfinden und bekommt dabei Hilfe von alten Bekannten wie Waddle Dee und König Dedede sowie der neuen Figur Adeleine, einer Künstlerin. Die größte spielerische Innovation war die Möglichkeit, zwei Kopierfähigkeiten miteinander zu kombinieren! Saugte Kirby beispielsweise einen Gegner mit der Feuer-Fähigkeit und einen mit der Stein-Fähigkeit ein, konnte er sich in einen aktiven Vulkan verwandeln! Dies eröffnete unzählige experimentelle Möglichkeiten. Erstmals hatte Kirby auch eine Stimme, gesprochen von Makiko Ōmoto. Das Spiel verkaufte sich solide und wurde später für die Wii Virtual Console verfügbar gemacht.

Kirby: Schatten bedrohen Traumland (GBA, 2002)

Zum 10. Jubiläum von Kirby erschien dieses Remake des NES-Klassikers Kirby’s Adventure für den Game Boy Advance. Unter der Regie des zurückgekehrten Masahiro Sakurai wurde die Grafik und der Sound komplett überarbeitet, wobei der Stil stark an Kirby’s Fun Pak erinnerte. Die Handlung blieb gleich, aber das Leveldesign wurde an einigen Stellen leicht angepasst.

Die wichtigste Neuerung war der simultane Vierspieler-Modus via Linkkabel, bei dem jeder Spieler einen andersfarbigen Kirby steuerte. Drei neue Minispiele, ebenfalls für vier Spieler, rundeten das Paket ab. Das Remake war ein großer Erfolg und verkaufte sich sogar besser als das NES-Original.

Kirby & die wundersame Spiegelwelt (GBA, 2004)

Entwickelt von Flagship (einem von Capcom und Nintendo gegründeten Studio), nutzte dieses GBA-Spiel die Engine des Vorgängers. Die Geschichte spielt in der Spiegelwelt, einem Ort, der die Wünsche der Lebewesen reflektiert, aber nun vom bösen Dark Mind bedroht wird. Meta Knight eilt zur Rettung, wird aber von einem dunklen Doppelgänger angegriffen. Kirby, der zufällig Zeuge wird, wird durch einen Schwerthieb des dunklen Ritters in vier Kirbys aufgespalten!

Diese vier Kirbys (ähnlich dem Mehrspielermodus des Vorgängers) müssen nun die Spiegelwelt erkunden. Das Besondere: Das Spiel hatte einen nicht-linearen Aufbau. Die Kirbys konnten sich dank eines Walkie-Talkies jederzeit gegenseitig zu Hilfe rufen und die weitläufige Welt relativ frei erkunden. Die Fähigkeiten waren wieder komplexer, ähnlich wie in Kirby’s Fun Pak, und es gab versteckte Schatztruhen. Shadow Kirby, ein schwarzer Doppelgänger, spielte eine ambivalente Rolle, entpuppte sich aber letztlich als Verbündeter. Auch dieses Spiel wurde später für 3DS-Botschafter kostenlos verfügbar gemacht.

Kirby: Mouse Attack (NDS, 2006)

Kirbys erstes Nintendo DS-Abenteuer, ebenfalls von Flagship entwickelt. Diesmal dreht sich alles um einen gestohlenen Erdbeerkuchen! Kirby verdächtigt zunächst König Dedede, doch bald stellt sich heraus, dass die diebische Mäusebande „Squeaks“ hinter dem Diebstahl steckt – oder zumindest glauben sie, einen legendären Schatz in der Kuchentruhe zu finden. Die Jagd nach der Truhe führt Kirby quer durchs Traumland, bis er auf den wahren Feind trifft: Dark Nebula, ein Wesen, das zum Schutz des Landes in eben jener Truhe eingesperrt war.

Der Grafikstil ähnelte den GBA-Spielen. Gesteuert wurde klassisch per Tasten, aber der Touchscreen kam ins Spiel: Auf dem unteren Bildschirm konnte Kirby in seinem „Bauch“ gesammelte Fähigkeiten und Gegenstände in Blasen lagern. Diese konnten sogar miteinander kombiniert werden, um neue Effekte zu erzielen (z.B. Feuer und Schwert). Man konnte auch mit der Umgebung interagieren, etwa Wasser gefrieren oder Pflanzen verbrennen.

Kirby Super Star Ultra (NDS, 2008/2009)

Ein weiteres Juwel für den Nintendo DS: Dieses Spiel ist eine erweiterte Neuauflage des SNES-Hits Kirby’s Fun Pak. Es bot nicht nur überarbeitete Grafiken und neue, gerenderte Zwischensequenzen, sondern auch komplett neue Spielmodi. Besonders hervorzuheben ist „Meta Knightmare Ultra“, in dem man erstmals Meta Knight als spielbaren Charakter durch die bekannten Abenteuer steuern konnte. Zusätzlich gab es neue Minispiele, die den Touchscreen nutzten und von bis zu vier Spielern gespielt werden konnten. Ein Fest für Fans des Originals und Neueinsteiger!

Kirby’s Adventure Wii (Wii, 2011)

Lange hat es gedauert! Ursprünglich als GameCube-Spiel angekündigt (erste Bilder 2004!), durchlief dieses Projekt eine lange Entwicklungszeit und erschien schließlich 2011 für die Wii. Es kehrte zu den Wurzeln der Serie zurück und bot klassisches 2.5D-Gameplay (3D-Grafik auf einer 2D-Ebene). Die Handlung beginnt, als ein mysteriöses Raumschiff, die Lor Starcutter, im Traumland abstürzt. Kirby und seine Freunde (König Dedede, Meta Knight und Waddle Dee) helfen dem gestrandeten Alien Magolor, die fehlenden Teile seines Schiffes zu finden.

Ein Kernfeature war der kooperative Vierspieler-Modus, bei dem Spieler 1 Kirby steuerte und die anderen Mitspieler als Dedede, Meta Knight oder einen Waddle Dee einsteigen konnten. Das Helfer-System aus Kirby’s Fun Pak wurde hier also auf eine neue Ebene gehoben. Das Spiel führte auch die mächtigen Super-Fähigkeiten ein, die ganze Bildschirmabschnitte beeinflussen konnten. Ein echtes Fest für gemeinsames Spielen!

Kirby Triple Deluxe (3DS, 2014)

Auf dem Nintendo 3DS nutzte Kirby Triple Deluxe die 3D-Fähigkeiten der Konsole geschickt aus. Kirby muss diesmal König Dedede retten, der von einem spinnenartigen Wesen namens Taranza entführt und auf eine riesige Ranke, den „Traumstängel“, verschleppt wurde. Kirby klettert die Ranke empor und erkundet die schwebenden Inseln von Floralia.

Das Spiel bot klassisches Kirby-Gameplay mit 25 Kopierfähigkeiten, darunter die neue, extrem starke „Hypernova“-Fähigkeit, mit der Kirby riesige Objekte einsaugen konnte. Die Level nutzten oft die Tiefenwahrnehmung des 3DS, indem Gegner oder Hindernisse zwischen Vorder- und Hintergrund wechselten. Zusätzlich gab es zwei Nebenmodi: „Dedede’s Drum Dash“, ein Rhythmusspiel, und „Kirby Fighters“, ein Kampfspiel für bis zu vier Spieler, das später als eigenständiger Titel erweitert wurde.

Kirby: Planet Robobot (3DS, 2016)

Technologie trifft Natur! In Kirby: Planet Robobot wird Pop Star von der Haltmann Works Company überfallen, die den Planeten mechanisiert. Kirby stellt sich der Invasion entgegen und findet dabei eine mächtige Waffe: den Robobot-Anzug. Diesen Mech kann Kirby steuern und, ähnlich wie Kirby selbst, die Fähigkeiten von Gegnern scannen und übernehmen. Der Anzug kann sich zudem in verschiedene Modi verwandeln, z.B. in ein Jet- oder ein Auto-Modus.

Das Gameplay baute auf Triple Deluxe auf, inklusive der Nutzung der 3D-Ebenen. Die Robobot-Mechanik brachte frischen Wind und spektakuläre Action-Sequenzen. Neben dem Hauptabenteuer gab es wieder Zusatzmodi wie „Kirby 3D Rumble“ (ein Arena-Kampfspiel) und „Team Kirby Clash“ (ein kooperatives RPG-Lite-Spiel, das später als Free-to-Play-Titel ausgebaut wurde).

Kirby Star Allies (Switch, 2018)

Kirbys Debüt auf der Nintendo Switch! Dunkle Herzen regnen auf Planet Pop Star herab und bringen Böses über seine Bewohner. Doch eines dieser Herzen trifft Kirby und verleiht ihm eine neue Fähigkeit: Er kann nun Freundesherzen werfen, um Gegner zu Verbündeten zu machen! Mit bis zu drei computer- oder menschlich gesteuerten Verbündeten zieht Kirby los, um das Geheimnis der dunklen Herzen zu lüften.

Das Spiel legte einen starken Fokus auf Kooperation. Kirby konnte seine Fähigkeiten mit denen seiner Verbündeten kombinieren, um mächtige „Freundesfähigkeiten“ zu entfesseln (z.B. Schwert mit Feuer für ein Flammenschwert). Nach dem Launch wurde das Spiel durch kostenlose Updates erweitert, die viele beliebte Charaktere aus der gesamten Kirby-Geschichte als „Traumfreunde“ hinzufügten. Mit über einer Million verkauften Exemplaren in den ersten zwei Wochen war es ein erfolgreicher Start auf der neuen Konsole.

Kirby und das vergessene Land (Switch, 2022)

Ein gewaltiger Sprung für die Serie: Kirby und das vergessene Land ist Kirbys erstes vollständiges 3D-Abenteuer! Kirby wird durch einen mysteriösen Wirbel in eine postapokalyptische Welt gesaugt, in der Natur und die Überreste einer vergangenen Zivilisation aufeinandertreffen. Hier muss er die entführten Waddle Dees aus den Fängen des gefährlichen Bestienrudels befreien.

Neben den klassischen Kopierfähigkeiten, die nun in 3D funktionieren und erstmals aufgewertet werden können, führt das Spiel den Vollstopf-Modus (Mouthful Mode) ein. Kirby kann nun viel größere Objekte wie Autos, Verkaufsautomaten oder Treppen einsaugen und deren Form und Funktion übernehmen, was zu völlig neuen Gameplay-Szenarien führt. Ein lokaler Zweispieler-Modus, bei dem Spieler 2 einen Bandana Waddle Dee steuert, ist ebenfalls enthalten. Dieses Spiel markiert einen bedeutenden Evolutionsschritt für die Marke.

Mehr als nur Jump ’n’ Run: Kirbys Genre-Vielfalt

Obwohl die Jump-’n’-Run-Spiele den Kern der Serie bilden, hat Kirby im Laufe der Jahre fast die Hälfte seiner Auftritte in anderen Genres gehabt. Diese Spin-offs nutzen oft bekannte Charaktere, Grafiken und Musikstücke, bieten aber ganz andere Spielerlebnisse. Hast du Lust auf eine kleine Abwechslung?

Frühe Experimente: Flipper, Golf & Puzzle

  • Kirby’s Pinball Land (Game Boy, 1993): Kirby als Flipperkugel! In drei thematischen Tischen mit Minibossen und Endbossen musste Kirby geschickt durch die Level katapultiert werden. Keine Kopierfähigkeiten hier, nur purer Flipper-Spaß.
  • Kirby’s Dream Course (SNES, 1994): Golf mal anders! Kirby ist der Ball, und durch das Einsaugen von Gegnern auf dem Kurs kann er Spezialfähigkeiten erlangen, die den Schlag beeinflussen. König Dedede hat mal wieder Sterne gestohlen, diesmal vom Nachthimmel. Bot als erstes Kirby-Spiel einen Zweispielermodus (mit einem gelben Kirby namens Keeby).
  • Kirby’s Ghost Trap / Kirby’s Avalanche (SNES, 1995): Ein Puzzlespiel im Stil von Puyo Puyo. Im Westen wurden die Manga-Charaktere des Originals durch Kirby und seine Freunde/Feinde ersetzt. Ziel ist es, farbige Blobs zu kombinieren und den Gegner mit „Müll“-Blobs zu überhäufen. Ein Wettbewerb im Traumland bildet den Rahmen der Geschichte.
  • Kirby’s Block Ball (Game Boy, 1995): Eine Breakout-Variante. Kirby dient als Ball, der Blöcke zerstören muss. Er konnte hier vier verschiedene Kopierfähigkeiten erlangen, um das Spiel zu erleichtern.
  • Kirby’s Star Stacker (Game Boy, 1997): Noch ein Puzzlespiel. Sternblöcke müssen zwischen Blöcken in Form der Tierfreunde eingeklemmt werden, um Punkte zu sammeln. Ein Zweispielermodus via Linkkabel war möglich. Eine erweiterte SNES-Version (Kirby no Kirakira Kizzu) erschien später nur in Japan.

Bewegung und Touch: Innovative Steuerungen

  • Kirby Tilt ’n’ Tumble (Game Boy Color, 2000): Einzigartig durch seinen eingebauten Kippsensor! Du steuerst Kirby, indem du den Game Boy Color kippst. Ziel ist es, Kirby durch Labyrinthe zu rollen und Sterne einzusammeln. Leider nie offiziell in Europa erschienen.
  • Kirby Air Ride (GameCube, 2003): Ein Fun-Racer! Kirby und seine farbigen Doppelgänger rasen auf Warp-Sternen und anderen Fahrzeugen über bunte Strecken. Gegner können eingesaugt und ihre Fähigkeiten gegen Kontrahenten eingesetzt werden. Bot verschiedene Modi, darunter klassische Rennen und einen „City Trial“-Modus mit Erkundung und Aufrüstung.
  • Kirby: Power Paintbrush / Kirby: Canvas Curse (NDS, 2005): Ein frühes DS-Highlight, das komplett über den Touchscreen gesteuert wird. Kirby wird von der Hexe Malia in eine Kugel verwandelt und kann sich kaum bewegen. Mit dem Stylus zeichnest du magische Linien, auf denen Kirby rollt. Du kannst ihn antippen für einen Temposchub oder um Fähigkeiten einzusetzen. Ein sehr innovatives Konzept!
  • Kirby und der Regenbogen-Pinsel / Kirby and the Rainbow Curse (Wii U, 2015): Der geistige Nachfolger zu Power Paintbrush, diesmal mit einer wunderschönen Knet-Optik. Wieder zeichnest du Regenbogenlinien auf dem Wii U GamePad, um den kugelförmigen Kirby durch die Level zu lenken. Bis zu drei weitere Spieler können als Waddle Dees mit Wii-Fernbedienungen unterstützen.

Kampf und Kooperation

  • Kirby Fighters Deluxe (3DS eShop, 2014): Eine erweiterte Version des Minispiels aus Triple Deluxe. Bis zu vier Spieler wählen einen Kirby mit einer bestimmten Kopierfähigkeit und treten in Arenen gegeneinander an.
  • Dedede’s Drum Dash Deluxe (3DS eShop, 2014): Ebenfalls eine erweiterte Version eines Minispiels aus Triple Deluxe. Ein Rhythmusspiel, bei dem König Dedede über Trommeln hüpft.
  • Team Kirby Clash Deluxe (3DS eShop, 2017): Eine Free-to-Start-Version des RPG-Lite-Modus aus Planet Robobot. Spieler wählen eine von vier Rollen (Schwertheld, Hammerfürst, Magie-Meister, Doktor Heilenberg) und bekämpfen gemeinsam Bosse, um Ausrüstung zu verdienen.
  • Kirby Battle Royale (3DS, 2017): Ein weiteres Mehrspieler-Kampfspiel, das verschiedene Wettbewerbsmodi bietet, von klassischen Arenakämpfen bis hin zu Minispielen wie „Erzexpress“.
  • Super Kirby Clash (Switch eShop, 2019): Eine erweiterte Fortsetzung von Team Kirby Clash Deluxe für die Switch, ebenfalls Free-to-Start. Bietet Online-Multiplayer und eine größere Auswahl an Bossen und Ausrüstung.

Kirby jenseits der Spiele: Anime, Manga und mehr

Kirbys Popularität beschränkt sich nicht nur auf Videospiele. Der rosa Held hat auch andere Medien erobert!

Kirby im Fernsehen: Die Animeserie

Von 2001 bis 2003 lief in Japan die 100 Episoden umfassende Animeserie Hoshi no Kirby. Sie wurde später von 4Kids Entertainment für den westlichen Markt als Kirby: Right Back at Ya! adaptiert und auch in Deutschland ausgestrahlt. Die Serie erzählt eine eigenständige Geschichte, in der Kirby ein legendärer Sternenkrieger ist, der dazu bestimmt ist, den bösen eNeMeE (Nightmare in der US-Version) und seine Monsterarmee zu besiegen. Viele bekannte Charaktere aus den Spielen wie König Dedede, Meta Knight, Tiff und Tuff (Fumu und Bun im Original) spielen wichtige Rollen. Masahiro Sakurai war eng in die Entwicklung der Serie eingebunden, um sicherzustellen, dass sie dem Geist der Spiele treu bleibt.

Kirby auf Papier: Mangas und Comics

In Japan gibt es eine lange Tradition von Kirby-Mangas. Die langlebigste Reihe, ebenfalls Hoshi no Kirby betitelt und von Hirokazu Hikawa gezeichnet, lief von 1995 bis 2006 im Magazin CoroCoro Comic und wurde in 25 Sammelbänden veröffentlicht. Diese Mangas orientieren sich oft lose an den Spielen, nehmen sich aber viele Freiheiten und sind bekannt für ihren chaotischen Humor und überzeichneten Stil. Auch heute erscheinen noch weitere Kirby-Mangas in Japan, oft im Yonkoma-Format (Vier-Panel-Comicstrips).

Interessanterweise gab es in den 90er Jahren auch in Deutschland exklusive Kirby-Comics im Club Nintendo Magazin. Geschichten wie „Kirby und das Geheimnis des Glibbers“ oder „Kirbys größter Fall“ präsentierten Kirby und König Nickerchen (Dedede) als Detektivduo, das auf der Erde menschliche Fälle löst. Diese Comics wurden speziell für das Magazin in Japan gezeichnet und hatten einen deutlichen Manga-Stil.

Kirby in Super Smash Bros.

Keine Frage, Kirby ist auch ein fester Bestandteil der beliebten Super Smash Bros.-Kampfspielreihe – und das seit dem allerersten Teil für das N64! Seine Fähigkeit, Gegner einzusaugen und ihre Hauptattacke zu kopieren, macht ihn zu einem einzigartigen und vielseitigen Kämpfer. Mehrere Arenen in der Serie sind an Orte aus den Kirby-Spielen angelehnt (z.B. Dream Land), und Gegenstände wie das Sternenzepter oder Warp-Sterne tauchen ebenfalls auf. In späteren Teilen wurden auch Meta Knight und König Dedede als spielbare Kämpfer hinzugefügt, was die starke Präsenz der Kirby-Welt in Smash Bros. unterstreicht.

Eine Welt voller Wunder: Die Schauplätze

Kirbys Abenteuer führen ihn an viele faszinierende Orte. Hier sind einige der wichtigsten:

  • Planet Pop Star: Kirbys Heimatplanet und der Hauptschauplatz der meisten Spiele. Hier liegt das friedliche Traumland (Dream Land), das aber ständig von König Dedede oder finsteren Mächten bedroht wird.
  • Die Spiegelwelt (Mirror World): Ein Paralleluniversum, das durch einen Spiegel mit Pop Star verbunden ist. Heimat von Schattenversionen bekannter Charaktere und Schauplatz von Kirby & die wundersame Spiegelwelt.
  • Stoffland (Patch Land): Eine Welt aus Garn und Stoff, die Kirby in Kirby und das magische Garn (ein Spin-off für die Wii) betritt. Hier bestehen Kirby und die Umgebung aus Fäden.
  • Planet Rock Star, Aqua Star, etc.: Verschiedene Planeten, die Kirby in Kirby 64: The Crystal Shards bereist, um die Kristallsplitter zu finden.
  • Halcandra: Ein Planet in einer anderen Dimension, der nur mit der Lor Starcutter erreichbar ist. Heimat des Drachen Landia und des (zunächst) freundlichen Magolor in Kirby’s Adventure Wii.
  • Das vergessene Land: Eine geheimnisvolle, postapokalyptische Welt, die Kirby in seinem ersten 3D-Abenteuer erkundet.

Die Welt von Kirby ist riesig, bunt und steckt voller Überraschungen. Jedes Spiel lädt dich ein, neue Ecken dieses Universums zu entdecken. Bist du bereit für dein nächstes Abenteuer?

Infos zu Kirby (Computerspielreihe)

Von seinen bescheidenen Anfängen als Platzhalter namens Popopo bis hin zum globalen Superstar hat Kirby eine beeindruckende Reise hingelegt. Ob er Feinde einsaugt, ihre Fähigkeiten kopiert, durch die Lüfte schwebt oder sich in Autos verwandelt – Kirby bleibt ein Synonym für zugänglichen, kreativen und vor allem spaßigen Spielspaß. Seine Abenteuer auf Nintendo-Konsolen begeistern seit Jahrzehnten Spieler aller Altersklassen. Einfach liebenswert, oder?


Frage 1: Was ist Kirbys markanteste Fähigkeit?
Antwort: Seine markanteste Fähigkeit ist das Einsaugen von Gegnern und Gegenständen, um deren spezielle Fähigkeiten zu kopieren.

Frage 2: Wer hat Kirby erschaffen und wie kam es zu seinem Namen?
Antwort: Masahiro Sakurai hat Kirby erschaffen. Der Name „Kirby“ ist eine Hommage an den Anwalt John Kirby, der Nintendo in einem Rechtsstreit vertrat.

Frage 3: Welche Rolle spielte Satoru Iwata bei der Entwicklung der Kirby-Spiele?
Antwort: Satoru Iwata war während seiner Zeit bei HAL Laboratory als Producer maßgeblich an der Entwicklung der Kirby-Spiele beteiligt.

Frage 4: Welche Spielmodi bietet Kirby Super Star Ultra für den Nintendo DS?
Antwort: Kirby Super Star Ultra bietet überarbeitete Grafiken, neue Spielmodi wie „Meta Knightmare Ultra“ und neue Minispiele mit Touchscreen-Nutzung.

Frage 5: Was ist der Vollstopf-Modus in Kirby und das vergessene Land?
Antwort: Im Vollstopf-Modus kann Kirby größere Objekte wie Autos oder Treppen einsaugen und deren Form und Funktion übernehmen.

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